Wir brauchen ausreichend viele Hebammen!

On 25. August 2017

In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren, allerdings wird die Versorgung der Mütter immer schlechter. Zur Betreuung von Schwangeren und Gebärenden stehen immer weniger Hebammen und auch immer weniger Kreißsäle zur Verfügung.

In Deutschland muss während einer Geburt eine Hebamme dabei sein. Auch die Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes ersetzt diese –auch bei Kaiserschnitten- nicht. Die Hebamme unterstützt natürliche Geburten, schafft Vertrauen und trägt zur „Bildung einer gesunden Einheit von Eltern und Kind“ bei. Unsere Gesellschaft braucht Hebammen, deswegen müssen wir dafür sorgen, dass der Beruf auch weiterhin attraktiv bleibt.

Während andere Länder (z. B. England oder Norwegen) gezielt Maßnahmen ergreifen, um das Betreuungsverhältnis zu verbessern, geschieht bei uns zu wenig. Unser politisches Ziel ist es, die Qualität der Betreuung zu verbessern. Dazu gehören neben den Geburten, die Vorsorge- und Nachsorgeangebote gleichermaßen.

Die aufsuchende Arbeit der Hebammen ist eine präventive Unterstützung junger Familien.

Der bürokratische Aufwand für Hebammen sollte so gering wie möglich gehalten werden.

Dazu könnte die geburtshilfliche Versorgung in Strukturen, die klinische und freiberufliche Angebote verbindet, organisiert werden. Die Zusammenarbeit zwischen stationär und ambulant arbeitenden Fachkräften (z. B. bei Rufdiensten) ist zu fördern. Auch das Betreuungsverhältnis von angestellten Hebammen muss besser werden.

Es sollte darüber diskutiert werden, ob ein Haftpflichtfond für freiberufliche Hebammen eingerichtet werden kann.

Hebamme

 

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