Havarie der MSC Zoe – Hillgriet Eilers zum Abschlussbericht:

On 25. Juni 2020

„Der Abschlussbericht ist umfassend und klar, bleibt allerdings in Bezug auf seine Empfehlungen hinter den Erwartungen zurück. Die Gefahren des Seegebietes Nordsee und insbesondere die am Rande des Wattenmeers sind seit Jahrhunderten bekannt. Jetzt Empfehlungen an die Schiffseigner auszusprechen, Richtlinien für das Befahren dieser küstennahen Route zu entwickeln, kommt Jahre zu spät. Großcontainerschiffe, sogenannte Megaboxer, haben nichts im Flachwasser zu suchen. Zum Unfallzeitpunkt herrschten noch nicht einmal außergewöhnliche, sondern nur schwere Wetterbedingungen vor. Wir fordern vor diesem Hintergrund, dass für Großcontainerschiffe die Nutzung des Verkehrstrennungsgebietes „German Bight Western Approach“ unverzüglich vorgeschrieben wird. Der Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer und der Existenzgrundlage der Küstenanrainer ist wichtiger als die Fahrzeiteinsparungen von Großcontainerschiffen. Die Landesregierung darf nicht nur mit dem Finger nach Berlin zeigen, sondern muss mehr Eigeninitiative als bisher entwickeln. Der bestmögliche Schutz des Wattenmeers und unserer Nordseeinseln sind so schnell wie möglich mit den Interessen der Schifffahrt und unsere Nordseehäfen in Einklang zu bringen. Hierfür muss die Landesregierung ein tragfähiges Konzept entwickeln und vorlegen.“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.