Kritik am Matjeslauf aufnehmen!

On 5. April 2016

Der Emder Matjeslauf ist ein spannender Wettkampf für alle teilnehmenden Sportler, eine äußerst unterhaltsame Veranstaltung für alle Zuschauer und für die Stadt Emden ein Aushängeschild für Teamgeist und Fairness.
Pierre de Coubertin, der Vater der Olympischen Spiele der Neuzeit, sagte einst: „Dabei sein ist alles“. Für die Olympischen Spiele mag das zwar nicht mehr gelten, bei Breitensportereignissen wie dem Emder Matjeslauf aber umso mehr. Hier starten nicht nur Fortgeschrittene, die seit langer Zeit im Training sind und tolle Zeiten schaffen, sondern auch Anfänger und Gelegenheitsläufer. Das macht den Matjeslauf aus, er verbindet und integriert. Er ist im besten Wortsinn ein Volkslauf.

Deshalb hat mich der Leserbrief von Frau Natanja Snieders in der Emder Zeitung jetzt irritiert. Ist es wirklich so, dass ausgerechnet Menschen mit Behinderung von diesem Erlebnis ausgeschlossen wurden? Wer hat denn die Entscheidung gefällt und welche Gründe haben dazu geführt?  Stimmt es, dass der Lauf der Rollstuhlfahrer wegen stagnierender (nicht rückläufiger!) Teilnehmerzahlen angeblich nicht mehr attraktiv sein soll für die Zuschauer? Wer hat die Zuschauer dazu denn überhaupt befragt, wer behauptet so etwas?

Mich erschreckt diese Entwicklung. Und ich halte sie für grundfalsch. Denn seit Jahren arbeiten wir alle an einer Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben können und wollen. Der Matjeslauf ist dabei zwar nur ein Puzzlestück von vielen, aber ein wichtiges.

Das Ausschließen von Menschen mit Handicaps sollte der Vergangenheit angehören. Deshalb werde ich den Veranstalter, den Stadtsportbund Emden, um eine Stellungnahme bitten und das Thema auch im Sportausschuss des Rats der Stadt Emden ansprechen. Es ist zu klären, ob beim Matjeslauf Menschen mit Behinderung ausgeschlossen werden. Alleine  darf das nicht ohne Konsequenzen bleiben.

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